Getec-Solutions | „Eine Brücke nach Asien“ – Witzenhäusener Allgemeine berichtet
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„Eine Brücke nach Asien“ – Witzenhäusener Allgemeine berichtet


Nachfolgend sei ein Artikel in der Witzenhäuser Allgemeine über unser junges Unternehmen dokumentiert.

WITZENHAUSEN. Rund 5000 Kilometer trennen die Hauptstädte Taschkent (Usbekistan) und Berlin. Wie bekommt ein Agrarstudent in Zentralasien eine Stelle auf einem Bauernhof in Deutschland? Dieser Fragestellung liegt die Geschäftsidee von Getec-Solutions zugrunde, die seit einem dreiviertel Jahr von Witzenhausen aus agiert.

Nodirjon Nurmator aus Usbekistan brachte den Witzenhäuser Agrarstudenten Wilhelm Godenau auf die Idee, eine Vermittlung für Wissen und Praktikanten zu gründen. Getec steht für „German Technology“.

Godenau (28) studiert Ökologische Agrarwissenschaften in der Werrastadt und steuert auf den Bachelor-Abschluss zu. Die Landwirtschaft ist ihm in die Wiege gelegt: Schon seine Großeltern bewirtschafteten einen Hof bei Gilserberg (Schwalm-Eder-Kreis).

Das junge Unternehmen machte sich mit Flyern bekannt, die an die Höfe verteilt wurden. Wichtigstes Medium ist jedoch neben dem Telefon das Internet. Auf der Homepa- ge von Getec-Solutions finden Interessenten auch Formulare, um sich in Deutschland zu bewerben.

Bisher hat die Firma, die aus drei Beschäftigten besteht, deutschlandweit 50 Praktikanten vermittelt. Die Bewerber kamen überwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion. Getec hilft bei der Suche, bei Behördenangelegenheiten und bei sprachlichen Hürden. Nur- mators Russisch-Kenntnisse sind dabei hilfreich. Die Praktikanten bleiben ein halbes bis ein Jahr, je nach der bisherigen Ausbildung. Getec guckt, ob Bewerber und Betrieb zusammenpassen. Die Praktikanten, die auf den Höfen vorzugsweise in der Sparte Milchviehwirtschaft kräftig mit anpacken müssen, erhalten Kost, Logis und ein Taschengeld. Das Vermittlungsunternehmen bekommt ein monatliches Salär, betreut da- für die Studierenden und schließt Versicherungen für sie ab.

Bemerkenswert ist, dass sich die heutigen Länder Sowjetunion im Übergang von der staatlichen Landwirtschaft zu privaten Betrieben befinden. Meist absolvieren die jungen Leute das Studium in der Heimat und kommen nur zum praktischen Arbeiten nach Deutschland.

„Studenten, die ein erfolgreiches Praktikum absolvieren, sind die beste Werbung für ihre Universität,“heißt es auf der Homepage. Godenau vermutet, dass die meisten Agrar-Experten in ihren Heimatländern in der praktischen Landwirtschaft unterkommen werden. Leider wird Getec lang- Studiert gern in Witzenhausen: Wilhelm Godenau, Chef von Getec-Solutions. fristig seinen Sitz verlagern –im Umland von Osnabrück locken neue Möglichkeiten. (wke)

Siehe auch pressreader.com